Zur Adventszeit

Von vielen Menschen ist immer wieder zu hören:
Advent – Vorweihnachtszeit ? Wir finden kaum einen Bezug dazu.

Was alles in dieser Welt geschieht: Die Skrupellosigkeit der Reichen,
das Gerangel der Politiker um ihre Macht, der Verrat an der Natur bis hin
zu ihrer Zerstörung, das Schönreden der Mächtigen zum Selbstzweck; kurz – die Ich-Sucht
in dieser Welt.

Und trotzdem:
Jeder Einzelne von uns sollte bei sich anfangen.
Gönnen wir uns in der Adventszeit die Ruhe aus der Stille; zünden wir eine Kerze,
das innere Licht in uns an, damit wir Kraft und Mut und Ideen bekommen.

Wenn wir angstvoll nur das Schlimmste fürchten, ziehen wir es an.
Die Vorweihnachtszeit ist, wie keine andere im Jahr, dazu geeignet, von außen nach
innen zu schauen.
Die Geburt Christi symbolisiert den Neubeginn in uns selbst. Nicht angstvoll im
Alten zu verharren, sondern vertrauensvoll Neuland zu betreten.

Wir sollten nicht übersehen, daß wir alle an der Gestaltung von „Mutter Erde“  beteiligt sind
und wer uns regiert.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung.
Um unserer Kinder und Enkel willen, sollten wir sie sinnvoll leben.

 

Ist das ICH das neue Du ??

Die schnellebige digitale Zeit droht uns Menschen von einander zu trennen.
– vorausgesetzt – wir lassen es zu.
e-mail,  SMS, facebook usw. erleichtern zwar schnelle Kontakte, ersetzen aber
nicht das persönliche Gespräch.
Es geht uns wie in Goethe´s Faust: die Geister, die ich rief…..
Von allen Seiten hört man: die Zeit vergeht so schnell, sie läuft davon.
Laufen wir Menschen hinterher ?
Oft sind wir außer Atem. Es bleibt keine Zeit, richtig zuzuhören.
Wir haben ein ICH- und ein DU-Ohr.
Schalten wir aus „Zeitnot“ nur mehr auf das ICH-Ohr?
Wenn uns ein Mitmensch seine Probleme erzählt, sind wir dann voll bei ihm?
Meistens kommt ganz schnell: „ja bei mir ist das auch so“ — und schon kommt
die eigene Geschichte.  Schnell sind wir vom DU beim ICH gelandet.
Betrachten wir die Welt nur mehr aus unserer ICH-Sicht, so hat dies fatale
Folgen für uns alle.
Unsere Sicht auf die Welt wird durch die Linse des ICHs eingeengt.

Der Psychologe Erich Fromm schrieb einmal:
Richtiges „Zuhören“ ist eine Form des Liebens.

Und wer möchte nicht beachtet und geliebt werden?

 

 

 

 

 

Vom „Beziehung“ haben.

Immer öfter, immer mehr hören und lesen wir:

Bienensterben, Insektensterben, in der Folge –  Vögel sterben etc.

Überschwemmungen, Waldbrände, Katastrophen aller Art….

Sehr vieles kann uns in Angst versetzen und Angst macht eng.

Es hindert uns, Beziehung aufzubauen – zu uns,  zu den Mitmenschen,

zu allem, was der Natur und den Tieren geschieht. Hinhören, Hinsehen,

teilnehmen am Mitmenschen und allem, was uns umgibt  hat mit

Beziehung-aufbauen zu tun. Beziehungsfähigkeit ist das Gegenteil von

Oberflächlichkeit. Ein prägnantes Beispiel der Oberflächlichkeit und

Ichsucht ist Donald Trump. Zum Beispiel: in Houston hebt er ein kleines

dunkelhäutiges Mädchen hoch und küßt es medienwirksam ab. Dieses 

Mädchen ist ihm im Grunde egal, aber sein Ich spult die Rolle seines

„Gut-Seins“ medienwirksam ab. Dieser Mann ist beziehungsunfähig aber

Präsident der USA. So mühsam es scheint; die einzige Möglichkeit wird sein,

daß jeder von uns beginnt, so gut er es vermag, beziehungsfähig zu werden.

Prof. Dürckheim lehrte zu seinen Lebzeiten: „Jede Gelegenheit im Alltag ist

die beste Gelegenheit um Beziehung zu üben.“

Bienensterben.

Überall auf der Welt werden Umweltorganisationen aktiv, um

die Menschen aufzufordern, schnellstmöglich etwas gegen das

Bienensterben zu unternehmenInnerhalb von 10 Jahren ist die

Zahl der Bienenvölker um ein Drittel zurückgegangenUrsache dafür

ist nicht nur der Klimawandel, sondern in erster Linie das intensive

Ausbringen von Pestiziden in der Landwirtschaft aber auch in den

privaten Gärten. Es wäre dringend nötig, daß Wiesenflächen mit Blüten

geschaffen werden. Ebenso sollten sich die Gartenbesitzer überlegen,

bienenfreundliche Planzen vorzuziehen wie: z.B. Sommerflieder, Lavendel,

diverse Minzen, deren Blütenstände besonders beliebt sind; die Auswahl

ist unbegrenzt, um den Bienen die für sie nötige Weide zur Verfügung zu

stellen. Werden wir erst wach werden, wenn es kaum mehr Obst gibt und

die Preise für das Wenige ins Unermeßliche steigen. Wo gibt es dann noch

Honig und zu welchem Preis. Nicht zu reden von der Lebensqualität, wenn

das Summen der Bienen wegfällt. Es wäre sehr traurig, wenn uns all dies erst

bewußt wird, wenn es zu spät ist.

 

 

 

 

Gedanken sind Kräfte

Endlich regnet es. Die Natur atmet auf. In wenigen Regionen läuft es noch normal.
Aber – wir hören von Waldbränden und Überschwemmungen.
Das Klima ist aus den Fugen geraten.
Die große Hitze setzt uns Menschen zu und was macht dauernder Regen mit uns?
Viele von uns macht die Hitze schlapp und müde. Grauer Himmel und zuviel Regen
tun der Seele auch nicht gut. Es kann grau und trübe in uns werden.
Wir brauchen das innere Licht, um uns vor trüben Gedanken und dem Chaos der
Außenwelt zu schützen. Licht läßt uns vieles anders sehen u.a. wie wunderbar
kühlend und befruchtend Regen sein kann und was in der Natur um uns herum geschieht oder auch nicht mehr.

Wie Gedanken uns verändern können, dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen

Maria saß im Garten. Es war schwül und drückend heiß. Die Sonne schien vom Himmel
zu stechen, nicht zu scheinen.  Sie sah sich um und seufzte. Die Hitze lähmte ihre Gedanken. Auch der Schatten gab keine Kühlung ab. Alles im Garten schien sie zur
Arbeit zu rufen. Sie schloß die Augenund plötzlich geschah etwas mit ihr.
Es summte in ihren Ohren. Sie hörte Vogelgezwitscher . Geplantsche in den
Vogeltränken. Der Garten war voller Geräusche. Erstaunt öffnete sie die Augen.
Zwischen den weißen Kleeblüten flogen emsige Bienen hin und her.
In den Lavendelblüten tummelten sich  die Hummeln. Ein Rosenkäfer sonnte
sich in der Schneewittchenrose. Zwei Zitronenfalter tanzten über das Kräuterbeet
und ein wunderschöner Admiral flog an ihnen vorbei als wolle er kundtun: auch ich
lebe noch. Junge Kohl- und Blaumeisen hüpften in den Zweigen der Sträucher und warteten ungeduldig auf einen freien Platz in den Vogeltränken.
Marias Müdigkeit war verflogen. Sie fühlte sich glücklich. Später werde ich die
Rosen schneiden dachte sie und war dankbar, daß sie in einem Garten leben durfte.

Diese kleine Geschichte zeigt uns: es liegt an uns auch in schwierigen Zeiten das Gute und Schöne zu sehen – wenn wir uns dafür öffnen können –
Von Herzen wünsche ich dies uns allen

Ihre Helga-Maria Junghans

 

 

 

 

Wir brauchen die Natur.

Haben wir in den vergangenen Wochen ein laues Frühlingslüftchen gespürt ?
Im Gegenteil: Wir liefen im Zwiebel-Look zwischen Regen und Wind, um Luft zu schnappen. Gab es einige wenige
sonnige Tage, wunderten wir uns über die stechende Sonne.
Viele von uns schimpfen über das  „verrückte“ Wetter,
aber wir sollten uns klar sein, daß dies eine Folge des
Klimawandels ist, der weltweit von Menschenhand
verursacht wird. Nicht nur die Obstanbauer und Winzer
bangen um ihre Ernte – auch die Bienen fliegen nicht.
Vogelschützer weisen darauf hin, wieviele Arten bereits
vom Aussterben bedroht sind. Der Grund hierfür ist u.a.
Insektenmangel, da zum Teil 90% der Insekten durch Pestizide in der Landwirtschaft und Privatgärten vernichtet
werden. Wie werden wir uns fühlen, wenn es kein Obst, keinen Honig mehr gibt und kein Vogel mehr singt.
Viele sagen: Was kann ich da als Einzelner schon tun?
Sehr viel, vor allem unterlassen:
Jeder Baum, der nicht gefällt wird, ist wichtig für das Klima. Rindenmulch im Garten zur Unkrautvermeidung versauert den Boden und schadet der Mikroflora und Fauna. Ungedüngter Rasen fördert die Vielfalt der Wiesenblumen, wichtig für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Insekten aller Art. Dazu gehört auch, daß wir nicht jeden Löwenzahn, jede Brennessel (Futterpflanze für Schmetterlingsraupen) aus dem Garten verbannen.
Ist es wirklich wünschenswert, daß unsere Kinder und Enkel, die Welt nur mehr über das Display des Smartphones erleben? Dies ist auch eine Folge der sterilen Gärten, in denen es nichts mehr zu entdecken gibt!
Jeder einzelne wäre aufgerufen. Ein erfülltes Leben ohne intakte Natur wird es nicht geben.

Was wirklich zählt

Nach der Wahl in Holland atmete Europa auf. Man las und hörte es in den Medien,
von Freunden und Bekannten, in Geschäften und auf Märkten. Der weltweite
Rechtsruck beunruhigt und viele von uns bangen: Wie soll das weiter gehen ?
Der Mißbrauch des gesprochenen Wortes um zu den eigenen Zielen zu gelangen,
hat viele Gesichter und ist in der heutigen Zeit sprunghaft angestiegen.
Ein prägnantes Beispiel ist der neue Präsident der USA.
In seiner unkultivierten Sprache fehlen die Begriffe Demokratie, Toleranz, Freiheit,
Gleichheit und Brüderlichkeit.
Ein Redakteur einer bekannten Zeitung schrieb vor kurzem sinngemäß:
“ Das diktatorische Gehabe verschiedener Spitzenpolitiker sensibilisiert die Menschen für
die wahren Werte.“Hier gilt die Redewendung: Kein Schaden ohne Nutzen.

Oft hört man: „Was können wir denn tun“
Doch wir können  – yes we can –

Jeder von uns kann auf seine Weise seine Gedanken, seine Worte und sein
Tun für die Wahrheit, Klarheit und Mitmenschlichkeit öffnen.
Je mehr wir über unseren Tellerrand hinaussehen können, zum Du des Mitmenschen, desto mehr können wir über uns selbst lernen.
Was ist Glück ? Zu erkennen was wirklich zählt.
Für meinen Teil freue ich mich auf das tägliche Lernen.
Wir sollten uns öfters freuen dürfen.
Ihre Helga Junghans

Die Achterbahn des Lebens braucht Mut und Kraft

 

Wer hat es nicht schon erlebt ?
Mal läuft alles besser – unsere Gedanken, unser Tun, die Kommunikation usw..
Wir atmen durch und denken: Endlich klappt es.
Frohen Mutes lächeln wir – unser Gefühlbarometer steigt und wir richten uns
gemütlich in diesen „wärmenden“ Höhen ein.
Doch im Leben gibt es Gezeiten wie Ebbe und Flut….
Kaum haben wir uns an die „Höhen“ des Lebens gewöhnt, kommen die ersten
Störungen. Solche gibt es in der heutigen Zeit genug. Verlieren wir nicht den Mut
und die Kraft, wenn wir mal durch ein dunkles Tal wandern müssen.
Dabei können wir viel lernen: Durchhaltevermögen, neue Ideen, den Glauben, es zu
schaffen und die Hoffnung – es wird wieder hinaufgehen in die lichten Höhen.
Je mehr wir im dunklen Tal lernen, desto besser vertragen wir die „Höhenluft“.

Übersehen wir zuviel ?

Die Schnelllebigkeit des elektronischen Zeitalters legt uns in vieler Hinsicht eine
„Zwangsjacke“an. Sie lenkt unsere Gedanken, unser Handeln und unser Reden in eine
bestimmte Richtung. Vor allem unsere Wahrnehmung: „O Gott ,das hab ich übersehen.“
Dies kann fatale Folgen haben.
Es gibt viele Übungen „sehender“ zu werden.- Inne-zu-halten, in sich stille zu werden,
etwas genau wahr zu nehmen,zum Beispiel  die Form verschiedener Blätter, Blüten,
Staubgefäße – das Aussehen von Tieren und ihrem Verhalten – die vielfältigen Farben
in der Natur…….
Wenn wir uns von „Äußerlichkeiten“ abziehen lassen, entfernen wir uns immer mehr von
uns selbst. Unser Sehen wird eingeschränkt. Da hilft die beste Brille nichts.
Das richtige Sehen ist auch eine Gedächtnisübung. Oberflächliches Sehen engt die
Wahrnehmung ein.
Heißt es nicht „Blinde sehend machen…“
Blindheit hat auch mit Verblendung zu tun.
Um wieviel sinnvoller wird unser Leben, wenn wir uns aufmachen,“sehender“ zu werden.

 

 

 

Das Judas-Syndrom.

Zum einen ist es den wenigsten von uns bewußt, wann und wo wir zum Judas an uns selbst werden.

Wenn wir unsere inneren Werte (Wahrheiten) aus Angst oder eventueller Nachteile/Vorteile verraten.

An Donald Trump können wir erleben, daß dieser Mann seine Meinung innerhalb eines Tages ändert. Ein derart prägnantes Beispiel zu sprechen, wie es seinem „ich“ gerade am günstigsten erscheint, ruft uns allen zu, uns in unserem Denken, Reden und Tun zu überprüfen, damit das „BÖSE“ nicht die Präsidentschaft über die Welt übernimmt.